Die Geschichte des Grimaldi-Konzerns

Die Anfänge des Konzerns

Die Geschichte des Grimaldi-Konzerns hat in Neapel in der Nachkriegszeit ihren Anfang und ist untrennbar mit der legendären Figur der Achille Lauro verbunden. Denn die Konzerngründer sind die Brüder Luigi, Mario, Ugo, Aldo und Guido Grimaldi, die bevorzugten Neffen des Kapitäns und Söhne seiner Schwester Amelia.

Denn das weibliche Geschlecht hat eine bedeutende Rolle für den Einzug der Familie in die Welt der Schifffahrt, vor allem in Person von Amelia Lauro gespielt, der Tochter von Gioacchino und Schwester von Achille, die Giovanni Grimaldi heiratete.

In der zweiten Hälfte des 19. Jh. gründete Gioacchino Lauro, Reeder aus Sorrent, ein Dampfschiffunternehmen, einer der ersten italienischen Aktiengesellschaften im Schifffahrtsbereich.
Achille, der Sohn von Gioacchino, übernahm die Leidenschaft seines Vaters für das Meer und den Sinn für Geschäfte und wurde so von 1960 bis 1970 zum wichtigsten Reeder Europas. Giovanni Grimaldi hingegen war Rechtsanwalt und Grundbesitzer: ein Mann von Kultur, besaß aber nicht den Seefahrergeist seiner Vorfahren. So brachte seine Frau Amelia Grimaldi ihren Söhnen das Meer näher und bat ihren Bruder Achille, Guido unter seine strengen, aber weisen Fittiche zu nehmen.

Liberty Schiffe und Transatlanikreisen

1947 riefen die 5 Brüder eine neue Reedergesellschaft ins Leben. Nach Lehrjahren für Leben und Arbeit unter der Führung des Onkels Achille, erwarben sie die Orione – eine der 50 Liberty – Schiffe, die die Vereinigten Staaten beschlossen hatten, nach Italien zu verkaufen, um den Wiederaufbau unserer Flotte nach dem Krieg zu fördern – und begannen mit ihrer Tätigkeit im Bereich des Warentransportes auf dem Seeweg.

In eben diesen Jahren erreichten auch die Passagierbeförderung und die Transatlantikreisen ihren Höhepunkt. Die Brüder Grimaldi verstanden den Marktbedarf, öffneten sich rasch dem Passagiertransport und konzentrierten sich in erster Linie mit modernen, komfortablen Schiffen auf die Route Mittelmeer-Südamerika, die regelmäßig zwischen Italien und Buenos Aires verkehrten.

Die Wende der 60er Jahre und der Fahrzeugtransport

Ab den Anfängen der 60er Jahre, gleichzeitig mit dem Wirtschaftsboom in Italien, wurden die Liberty-Schiffe der Flotte eingezogen und durch moderne Massengutzisternen ersetzt, wodurch der Warentransport verstärkt wurde.

Für den Grimaldi-Konzern war jedoch 1969 das Jahr der Wende, als die Brüder einen neuen Linienservice Italien – Vereinigtes Königreich eröffneten, der speziell für den Fahrzeugtransport (Ro/Ro-Sektor) gedacht war: In wenigen Jahren wurde das Markenzeichen Grimaldi bei allen großen internationalen Autohäusern bekannt, die dem Unternehmen den Fahrzeugtransport zwischen Europa und dem Mittelmeer anvertrauten. Seit damals waren die rollenden Waren die treibende Kraft für das Wachstum des Konzerns. Dieses Ereignis hat den Auftakt für die moderne Zeit gegeben: Denn in den letzten 40 Jahren war der Transport rollender Waren die treibende Kraft für das Wachstum des Konzerns. Gleichzeitig weitete der Konzern sein Netzwerk nicht nur auf die Routen des Mittelmeeres und Nordeuropas, sondern auch auf die Routen zwischen Nordeuropa und Ostafrika sowie Nordeuropa und Südamerika aus.

Exponentieller Zuwachs in den letzten 15 Jahren

In den letzten 15 Jahren verfolgte der Konzern eine Expansionspolitik zu Gunsten seiner Seeverbindungen, Flotte und Bodenserviceleistungen.

In dieser Zeit kristallisiert sich ein dichtes Netzwerk von Meeresautobahnen im Mittelmeer und im Baltischen Meer heraus, durch das das Ziel der Europäischen Union, umweltfreundliche Warentransportmodalitäten zu fördern, Realität wird: Das Netzwerk an Meeresautobahnen wird durch den Ankauf diverser in ihrer Branche führender Unternehmen umgesetzt – darunter Finnlines 2006 und Minoan Lines 2008 – und umfasst heute insgesamt etwa 100 Routen.

Grimaldi Group SpA
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